Ein Abend, der Appetit auf mehr macht

„Omas Küche – neu interpretiert“ lockt etliche Gäste nach Kleinenborstel

Ein norddeutsches Drei-Gänge-Menü zauberten (von links) Anna und Ruben Dunekack gemeinsam mit der Fernsehköchin Barbara Stadler den Gästen auf den Tisch. Foto: uwe campe

Kleinenborstel - Von Uwe Campe. Über ein volles Haus konnte sich die veranstaltende Kulturplattform des Heimat- und Verschönerungsvereins Martfeld (HVV) am Freitagabend freuen, denn der dritte und letzte Teil „Omas Küche – neu interpretiert“ ihrer diesjährigen Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. Hatten bei den ersten beiden Veranstaltungen in der „Kastanie“ in Martfeld-Hollen noch musikalische Darbietungen auf Platt im Mittelpunkt gestanden, waren es diesmal im „Gasthaus Zur Post“ in Kleinenborstel zunächst einmal kulinarische Genüsse, die die Besucher in eine gehobene Stimmung versetzten, während plattdeutsche Lieder und Sketche diesmal eher als Appetitanreger herhalten mussten.

Wie Egbert Oest, Vorsitzender der Kulturplattform, bei seiner natürlich auf Plattdeutsch gehaltenen Begrüßung, der mehr als 100 Gäste feststellte, wandelt sich die Welt und mit ihr auch die Küche. Dennoch – wir lieben es, Omas Gerichte zu essen, versetzen sie uns doch zurück in glückliche Zeiten, in Kindheitstage und Gemütlichkeit am Herd. Ohne jedoch allzu sehr in Nostalgie zu verfallen, hat das von der bekannten Fernsehköchin Barbara Stadler sowie den Inhabern des Gasthauses, Anna und Ruben Dunekack, gebildete Team ein norddeutsches Drei-Gänge-Menü aus frischen regionalen Produkten zubereitet, das zwar nicht ganz Omas Originalen folgte, aber trotzdem den ungeteilten Beifall der Besucher fand.

Den Auftakt machte unter dem Motto „Fröhjohr“ eine herzhafte Hühnersuppe mit kleinen Fleischklößen und Spargel. Im zweiten Gang wurde dann das „Sönndags-eten“ serviert, bestehend aus Hühnerragout mit grünem Spargel, Champignons, Salzkartoffeln und Salat. Der eigentliche Star des Abends war aber unbestritten der Nachtisch: „Annas Slapperjux ut Boddermelk un Himbeeren“ ist eine leckere kalt servierte Creme und gilt schon seit Langem als besondere Spezialität des Hauses Dunekack. Immer wieder musste das Servicepersonal Nachschub bringen, denn viele Gäste langten nicht nur ein- oder zweimal zu.

Vor, zwischen und nach den Menügängen wurden von dem Ottersberger Sänger Werner Winkel, der auch dem Duo „Plattgold“ angehört, einige gern gehörte Oldies vorgetragen, die er in ein plattdeutsches Gewand gekleidet hatte. Als Beispiele mögen der mit „Wenn ik 100 bünn“ ins Plattdeutsche übertragene Paul-McCartny-Hit „When I’m 64“ oder „Fifty ways to leave your lover“ von Paul Simon dienen, der bei ihm „Föfftig Padden dien Deern to veladden“ heißt. Aber auch irischen Folk und traditionelle norddeutsche Volkslieder wie „Min Jehan“ oder „Trina kumm mal vör de Döör“ hatte der sich selbst auf Gitarre und Mundharmonika begleitende Sänger in seinem Repertoire.

Letzter Teil von „Omas Küche“ in Kleinenborstel

Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe
Die Serie „Mattfeld mokt platt“ fand eine ungemein gute Resonanz. © Uwe Campe

Der Schwarmer Hermann Meyer-Toms und die Niederländerin Roos Koelmann trugen weiterhin zwei Sketche mit kulinarischem Hintergrund vor. Im ersten verzehrte die mit einem gesegneten Appetit ausgestattete und zudem noch trinkfeste herrschaftliche Köchin nach und nach zwei eigentlich für einen Gast vorgesehene Hühnchen. Sie fand dann aber beim Eintreffen des Besuchers einen verblüffenden Ausweg, ihr Handeln zu verbergen. Der zweite Sketch spielte auf anschauliche Weise die Geschichte des dicken, fetten Pfannekuchens nach, der partout weder von Katze, Hund, Ziege, Pferd oder Schwein gefressen werden wollte und sich stattdessen in ein Mauseloch verkroch, wo er noch heute von den Schweinen gesucht wird.

Nachdem zu den Klängen „Mak good min Leev“ – im Original „Bye, bye Love“ von Simon and Garfunkel – auch die letzte Schüssel „Slabberjux“ verputzt worden war, stimmten Winkel und Besucher noch gemeinsam drei volkstümliche plattdeutsche Lieder an, mit denen diese gelungene Veranstaltung schließlich ihren passenden Abschluss fand. Ein Abend, der wie eine Martfelderin hinterher sehr treffend bemerkte, „Appetit auf mehr macht“, eine Aussage, die sich ohne Weiteres auch auf die gesamte Serie „Mattfeld makt platt“ übertragen lässt.

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