Soldatenkameradschaft Schwaförden-Mallinghausen feiert ihr 125-jähriges Bestehen

Selbstverständnis heute: Mahner für den Frieden

Eine lange Reihe von Gratulanten wünschte den Jubilaren um Vorsitzenden Norbert Belke (rechts) alles Gute.

Schwaförden – Die Vereinsfahne der Soldatenkameradschaft Schwaförden-Mallinghausen aus dem Jahr 1897 wird nur an Festtagen aus der Vitrine geholt. Am Samstagabend schmückte die Standarte der als „Kriegerverein“ gegründeten Gemeinschaft neben der aktuellen Vereinsflagge die Bühne des Gemeinschaftshauses: Besonderer Anlass war die Feier zum 125-jährigen Bestehen der Soldatenkameradschaft, zu der Vorsitzender Norbert Belke 175 Gäste begrüßte.

Neben „offiziellen“ Gratulanten gehörten Vertreter der Vereine aus Schwaförden und dem Sulinger Land zur Festgesellschaft, unter ihnen Mitglieder der Soldatenkameradschaften aus Scholen, Sulingen, Affinghausen, Schmalförden, Vorwohlde und Klein Lessen (Siebener-Bund).

Belke ließ die lückenlos dokumentierte, in einer Festschrift zusammengefasste Geschichte des Vereins Revue passieren. Neben der Ausgestaltung der Volkstrauertage habe heute die Geselligkeit höchsten Stellenwert. Sein Wunsch sei der langfristige Bestand der Soldatenkameradschaft, die sich heute in erster Linie als Mahner für den Frieden verstehe: „Wir haben ein sehr gutes Vorstandsteam. Ich hoffe, dass wir zu gegebener Zeit Nachfolger finden.“

Um die Aufmerksamkeit der Gäste für seine Nachredner zu garantieren, gab er schmunzelnd die Losung aus: „Während des offiziellen Teils sind Getränke frei; wenn ihr Krach macht, kommen wir abkassieren!“ Landrat Cord Bockhop übermittelte die Glückwünsche des Landkreises. Sein Dank galt allen Funktionsträgern, die den Verein durch 125 Jahre geführt haben.

Dessen Aufgaben seien bei seiner Gründung andere gewesen als heute: Er sei aus der Not heraus ins Leben gerufen worden, Hauptaugenmerk lag auf der Unterstützung von Witwen, Waisen und Versehrten. Aber auch die Urururgroßeltern würden wohlwollend auf die heutige Gemeinschaft blicken, die von dauerhaftem Bestand sei und das Dorf zusammenhalte.

„Nicht der Krieg, sondern der Frieden ist der Ernstfall“, zitierte Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker Gustav Heinemann.

Das Jubiläum mahne zu Frieden, Versöhnung und Beachtung der Menschenrechte. Bemerkenswert sei nicht nur das Alter der Kameradschaft, sondern auch ihr Engagement für das Andenken an die Opfer der Kriege. „Sorgt weiterhin für eine friedliche Zukunft“, appellierte Bürgermeister Wilfried Schlichte an die Mitglieder des Vereins.

Im Namen der Kirchengemeinde Schwaförden-Scholen gratulierte Rolf Imholze. Es spreche für einen guten Gemeinschaftsgeist, dass der Verein seit 125 Jahren Bestand hat. Angeführt von Schützenpräsident Gerhard Schulz schloss sich eine lange Reihe von Gratulanten an.

Nach dem Festakt übernahm DJ Wilfried Vogelsang die musikalische Unterhaltung.

Norbert Belke freute sich, am späteren Abend den Shantychor „Schmalver Buddelschippers“ (Leitung: Inge Nickel) zu einem einstündigen Konzert begrüßen zu können.  mks

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