Kundgebung in Bremen

Ärger nach Trecker-Demo: Bauern beseitigen Spuren des Protests

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Die Landwirte von der Trecker-Demo in Bremen hinterließen am Osterdeich sichtbare Spuren.

Die Trecker-Demo am Freitag in Bremen sorgte bereits am frühen Morgen für Verkehrsbehinderungen in den umliegenden Landkreisen. Von Nienburg aus fuhren die Landwirte nach Hannover. Im Liveticker zum Nachlesen gibt es alle Infos rund um die Trecker-Demos. Am frühen Abend normalisierte sich die Lage auf den Straßen wieder.

  • Trecker-Demo der Landwirte in Bremen sorgt für Stau
  • Bauernprotest: Bessere Bedingungen in der Landwirtschaft gefordert
  • Agrarpolitik im Visier der Demonstranten in Bremen

Update, 20. Januar: Und sie hielten Wort. Nur wenige Tage nach der großen Trecker-Demo in Bremen kümmerten sich die Landwirte um die sichtbaren Spuren dessen, was am Freitag für viel Ärger gesorgt hatte: Zahlreiche Landwirte waren mit ihren tonnenschweren Traktoren den Osterdeich entlanggefahren und hatten die Grasnarbe am Weserufer teils schwer zerstört.

Wer genau die Übeltäter waren, lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Wortreich versicherten jedoch einige Landwirte schon am Freitagnachmittag, dass sie sich um die entstandenen Schäden kümmern werden. Am Montagnachmittag ließen sie den Worten Taten folgen. Sie glätteten und lockerten die schlammigen Fahrrinnen und säten neuen Rasen. Schon bald werde sich der grüne Teppich wieder schließen, versicherten sie.

Erst glätteten sie den Boden mit Schaufeln wieder, dann sähten die Landwirte neuen Rasen.

17.45 Uhr: Im gesamten Bremer Stadtgebiet kam es heute durch die Trecker-Demo zu Verkehrsbehinderungen, die vorgesehen Parkplätze am Weserstadion, an der Parkallee, sowie an der Martinistraße waren innerhalb kürzester Zeit ausgelastet: Das geht aus einem ersten Fazit der Polizei Bremen hervor.

In Rücksprache mit den Beamten wichen die Demonstrationsteilnehmer auf alternative Parkflächen aus, heißt es. Verkehrswidrig geparkte Schlepper seien konsequent verfolgt und dokumentiert worden.

Am Osterdeich parkten die Trecker nicht nur auf den Parkplätzen, wie hier zu sehen. Viele standen auch auf dem Grünstreifen zwischen den Bäumen. Das sorgte für Unmut.

Die Versammlung auf dem Marktplatz begann um 13 Uhr und endete um 15.45 Uhr. Auch bei der Abreise der Trecker kam es zu den erwarteten Verkehrsbehinderungen. Laut der Polizei sei jedoch „ein Ausgleich zwischen den Interessen der friedlichen Versammlungsteilnehmer und den Verkehrsteilnehmern“ getroffen worden.

17.15 Uhr: Nachdem die letzten Trecker den Osterdeich verlassen haben ist nun auch die Parkallee stadteinwärts wieder für den Verkehr freigeben. Die meisten Schlepper befinden sich auf dem Heimweg und die Lage in der Bremer Innenstadt entspannt sich wieder, so die Polizei.

16.50 Uhr: Die Polizei Bremen bestätigt auf Nachfrage von kreiszeitung.de, dass sie keine Kenntnis über durchtrennte Öl-Leitungen bei Traktoren hat (siehe Update von 16.40 Uhr). Es seien lediglich zwei Fälle von technischen Defekten gemeldet worden, bei denen Öl ausgetreten ist. Einer davon habe die Ölspur auf der Friedrich-Ebert-Straße verursacht.

 Angesprochen auf den generellen Verlauf der Trecker-Demo bleibt die Polizei Bremen noch zurückhaltend. Ein abschließendes Fazit wolle man nach Ende des Einsatzes fällen. Die Abreise der Demonstranten verlaufe derzeit aber „verhältnismäßig gut“, heißt es.

16.40 Uhr: Auch Björn Brunkhorst, Landwirt aus Apelstedt bei Bassum und Mitorganisator eines Konvois, bricht nun vom Osterdeich in Bremen nach Hause auf. Die Lage auf der Straße sehe derzeit ganz gut aus.

Angesprochen auf den Unmut einiger Bürger und der Polizei darüber, dass Landwirte auf den Grünstreifen am Osterdeich geparkt haben, entgegnet Brunkhorst: Vor allem Landwirte aus Holland hätten hier an den Hängen oder sogar am Weserufer geparkt. Bremer Landwirte hätten allerdings zugesagt, sich um möglicherweise entstandene Schäden zu kümmern. „Wir werden alles wieder schön hinterlassen“, versichert Brunkhorst.

Ärgerlich stimmt ihn und seine Mitstreiter, dass offenbar bei einem Trecker die Ölleitung durchtrennt wurde. Bei dem Fahrzeug trat daher Öl aus und es war nicht mehr einsatzbereit. Die Landwirte warnten sich untereinander, die Schlepper vor der Abfahrt auf mögliche Manipulationen zu kontrollieren.

Ob ein Zusammenhang zu dem Ölfleck auf der Friedrich-Ebert-Straße (siehe Update von 16.20 Uhr) besteht, vermochte Björn Brunkhorst nicht zu sagen.

Insgesamt spricht der Apelstedter von einer „super Veranstaltung“. Ob sie auch erfolgreich war, werde sich in den kommenden Monaten zeigen, so Brunkhorst. Neuste Nachrichten aus der Bundespolitik stimmen den Landwirt allerdings kritisch. Eine Verbesserung der Bedingungen für die Landwirte sei noch nicht in Sicht. „Das war nicht die letzte Aktion“, ist sich Brunkhorst sicher.

Ölschaden bei Trecker-Demo: Polizei warnt auf Twitter

16.20 Uhr: Auf der Friedrich-Ebert-Straße hat ein Trecker Öl verloren. „Der betroffene Fahrstreifen wird aktuell durch Einsatzkräfte abgesichert. ENO ist zwecks Reinigung auf dem Weg“, schreibt die Polizei Bremen auf Twitter. Sie bittet darum, den Bereich sofern möglich zu umfahren.

15.40 Uhr: Laut Polizei sind bis zum späten Vormittag etwa 2100 Trecker aus Ostfriesland, aus den Niederlanden, Diepholz, Sulingen, aus Delmenhorst, Brake, Cloppenburg, Rotenburg, aus Oldenburg und Strom, aus Borgfeld, aus dem Blockland und dem Niedervieland in die Innenstadt gerollt – mit Dauerhupen und entsprechendem Getöse.

„Geht nicht anders“, sagt ein Landwirt aus Kirchtimke. „Wir müssen die Stadt mal ein bisschen durcheinanderbringen.“ Und mit ganz vielen Protestplakaten. Slogans wie „Lieber Verbraucher, rede bitte mit mir, nicht über mich“ sind an den Schleppern befestigt. Und: „Wenn der Bauer will, steht Deutschland still.“ Und: „Wir fahren Arbeitsplätze.“

Hinter der Demonstration steht die Bewegung „Land schafft Verbindung“. Die Bauern protestieren gegen das von der Bundesregierung geschnürte Agrarpaket mit neuen Auflagen etwa zum Insektenschutz und zum Düngen.

Trecker-Demo: Polizei spricht von „kontrolliertem Chaos“

Der Einsatzleiter der Polizei spricht von rund 4000 Traktoren in der Stadt. Er bezeichnet die Lage als „kontrolliertes Chaos“.

Bremens Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) sagt: „Auch in Bremen haben wir ein großes Höfesterben. Dazu hat die Agrarpolitik der Bundesregierung beigetragen.“ An die Landwirte adressiert, fährt sie fort: „Euch anzuklagen, ist der falsche Weg. Wenn wir Veränderung wollen, dann müssen wir das mit Euch besprechen.“

15.20 Uhr: Derzeit werden auf dem Marktplatz in Bremen die letzten Redebeiträge gehalten. Björn Brunkhorst, Landwirt aus Apelstedt bei Bassum, rechnet damit, dass gegen 15.45 Uhr die Rückreise der Demonstranten beginnt.

Er parkt mit seinem Traktor wie viele andere am Osterdeich direkt an der Weser. Dass er es pünktlich zur Kundgebung geschafft habe – wenn auch auf den letzten Metern zu Fuß –  sei vor allem seiner frühen Abreise zu verdanken, so der Landwirt. „Das ging ganz prima“, so Brunkhorst.

Ob der Weg zurück nach Hause gleich ebenfalls „prima“ wird, muss sich zeigen. Die Landwirte wollen noch vor dem Feierabendverkehr aufbrechen, sagt Brunkhorst. Pünktlich zur Futterzeit seiner Schweine will er wieder zuhause sein.

300 Traktoren fuhren am Morgen durch den Kreis Verden

15.15 Uhr: Die Polizei aus dem Landkreis Verden berichtet von einer problemlosen Anreise der Demonstranten nach Bremen. Rund 300 Traktoren hätten am Freitagmorgen den Landkreis in Richtung Trecker-Demo passiert, heißt es in einer Meldung. Aus dem angrenzenden Heidekreis machten sich rund 120 Traktoren auf den Weg über Verden und Thedinghausen in die Hansestadt. In Ottersberg im Nordkreis waren es etwa 150 Schlepper. Beide Konvois wurden jeweils von Streifenwagen der örtlichen Polizei begleitet. Zu größeren Störungen kam es nicht.

Allerdings reagierten laut den Beamten nicht alle Verkehrsteilnehmer verständnisvoll. In Einzelfällen musste die Polizei beruhigend einwirken, heißt es. Dennoch zog die Einsatzleitung der Polizeiinspektion Verden vorläufig eine positive Bilanz.

Für die Abreise von der Trecker-Demo sind die Fahrer angewiesen worden, individuell und nicht mehr in größeren Konvois zu fahren. Dennoch muss auch weiterhin mit entsprechenden Behinderungen gerechnet werden.

15 Uhr: Die Kundgebung neigt sie langsam dem Ende zu. Zwischenzeitlich ist die Polizei Bremen einem Hinweis nachgegangen, dass an einem Traktor eine verbotene Wehrmachts-Flagge gehisst wurde. Kurz darauf gab es jedoch Entwarnung: Die gemeldete Flagge sei nicht verfassungswidrig.

Für die Zeit nach 15 Uhr warnen die Beamten indes vor Verkehrsverzögerungen auf folgenden Straßen in Bremen: Martinistraße, Osterdeich, Friedrich-Ebert-Straße, Langemarckstraße, Flughafendamm, Große Sortillienstraße., Neuenlander Straße, Kurfürstenallee, Universitätsallee und Parkallee.

Gerade in der Friedrich-Ebert-Straße parken derzeit noch zahlreiche Traktoren, wie diese Aufnahmen eines Twitter-Users zeigen:

14.10 Uhr: Die Polizei spricht von etwa 4000 Demonstranten bei der Trecker-Demo in Bremen. Die Stimmung sei bislang friedlich, heißt es.

Zahlreiche Landwirte verfolgen die Kundgebung auf dem Marktplatz in Bremen.

13.40 Uhr: Die Polizei Bremen berichtet von rechtswidrig abgestellten Treckern im Innenstadt-Bereich. Vor allem auf Grünflächen seien vermehrt illegal Trecker abgestellt worden, heißt es. Die Beamten haben eine Aufforderung zur Entfernung der Fahrzeuge an den Versammlungsleiter weitergeleitet.

Landwirte aus Delmenhorst: Konvoi von 17 Kilometern Länge

13.20 Uhr: Während bei der Trecker-Demo in Bremen gerade die Kundgebung beginnt, kurz ein Blick ins benachbarte Delmenhorst. Dort spricht die Polizei von einem positiven Verlauf der Überfahrt vieler Demonstrationsteilnehmer durch das Stadtgebiet.

Bereits gegen 6 Uhr hätten sich die ersten Trecker an unterschiedlichen Punkten im Umland gesammelt, um über Delmenhorst nach Bremen zu fahren. „Zu Spitzenzeiten befuhr ein Konvoi, der den Landkreis Oldenburg aus Richtung Cloppenburg erreichte, mit etwa 700 Treckern, der sich über eine beachtliche Länge von 17 Kilometern erstreckte, die Bundesstraße 213 in Richtung Delmenhorst“, schreibt die Polizei.

Die letzten Trecker hätten gegen 11.20 Uhr über die Bremer Straße das Stadtgebiet Delmenhorst verlassen.

13.10 Uhr: Die zentrale Kundgebung in Bremen auf dem Marktplatz hat soeben begonnen. Hatte die Polizei im Vorfeld noch mit 2000 Schleppern gerechnet, spricht sie jetzt von 3500 Treckern im Bremer Stadtgebiet. Für die kommenden Stunden sind zahlreiche Redebeiträge von Landwirten, Interessenvertretern und Politikern vorgesehen.

13 Uhr: Auch aus dem Landkreis Nienburg beteiligen sich zahlreiche Landwirte an der Trecker-Demo und machen auf ihre derzeitige Situation aufmerksam. Weiterhin im Fokus stehen die Agrarpläne der Bundesregierung. So reihten sich am Freitag erneut Schlepper aneinander und füllten die Straßen im Landkreis Nienburg.

Los ging es in Richtung Hannover gemeinsam ab dem Gewerbegebiet in Lemke. In Meinkingsburg stießen zahlreiche Landwirte dazu. In der Landeshauptstadt sollte es voll werden, denn gleichzeitig zum Protest der Landwirtschaft wird auch ein Protest von Fridays for Future erwartet.

In Bremen findet am Freitag eine große Trecker-Demo statt, es wird zu Verkehrsbehinderungen kommen.

„Viele unserer Berufskollegen arbeiten an der Leistungsgrenze“, sagt Landwirt Dietrich Poppe aus Linsburg. Mit einer täglichen Arbeitszeit von acht bis zehn Stunden sei es auf einem landwirtschaftlichen Betrieb einfach nicht getan, schließlich sei auch noch die Büroarbeit zu verrichten und die falle dann in die Abendstunden.

„Es können nicht einerseits immer neue Anforderungen an die Landwirtschaft gestellt werden und andererseits wird verlangt, dass wir noch so produzieren wie zu Großvaters-Zeiten“, so Poppe.

12 Uhr: Auf der Friedrich-Ebert-Straße in der Neustadt in Bremen ist der Verkehr mittlerweile zum Erliegen gekommen. „Hier steht alles voll“, berichtet ein Landwirt aus Scharringhausen, der am Morgen von Klein Lessen aus gestartet ist.

Eigentlich wollten er uns seine Mitstreiter für die Trecker-Demo zum Markplatz in Bremen fahren. Die Polizei habe den Konvoi aber vorher gestoppt, so der Landwirt. Jetzt wollen die Demonstranten ihre Trecker am Fahrbahnrand parken und zu Fuß zum Marktplatz gehen. „Weiter geht‘s auf keinen Fall“, so der Scharringhauser.

Noch ist der Bremer Marktplatz quasi leer, das soll sich am Freitagnachmittag ändern.

Der Weg nach Bremen sei dabei problemlos gewesen. „Die Polizei hat uns sehr gut durchgeleitet.“ Auch die Rückmeldungen der anderen Verkehrsteilnehmer und Passanten seien sehr positiv gewesen, berichtet er. „Das hat sehr gut geklappt.“

Landwirt auf Trecker-Demo: „Das Ausland lacht mittlerweile über uns.“

11.45 Uhr: Auch aus Bassum und Harpstedt sind am am Morgen zahlreiche Landwirte zur Trecker-Demo in Bremen aufgebrochen. Björn Brunkhorst, Mitorganisator des Konvois aus Bassum, erläutert, er und seine Mitstreiter würden heute auf die Straße gehen, „weil momentan die ganze Agrarpolitik an uns vorbeigemacht wird und wir uns A missverstanden fühlen und B nicht mehr allein gelassen, sondern mittlerweile arg verarscht fühlen von der Politik – und das ganze auf Kosten unserer Existenzen und Familien.“

Schließlich fügt der Landwirt aus Apelstedt hinzu: „Das Ausland lacht mittlerweile über uns.“

Am frühen Freitagmorgen - hier in Uelzen - machten sich Landwirte auf dem Weg nach Bremen und Hannover.

Auch Jan-Bernd Stolle, Mitorganisator des Konvois aus Harpstedt, findet klare Worte: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Landwirtschaft, wenn die eventuell geplanten Gesetze und Auflagen, von denen wir eigentlich schon genug in Deutschland haben, wirklich 1:1 so umgesetzt werden, so wie sie jetzt ist nicht mehr funktioniert.“

Es liege nun an der Politik, wieder für Ruhe zu sorgen. „Wir wollen einfach nur, dass mit uns gesprochen wird und nicht nur über uns“, so Stolle.

Schließlich kontert er noch einen häufigen Kritikpunkt: „Wir sind natürlich nicht gegen Umwelt- und Naturschutz. Das müsste eigentlich jedem mittlerweile klar sein. Wir sind ja nicht das erste Mal auf der Straße.“

Trecker-Demo: Landwirte fahren zum Bauernprotest nach Bremen

Update, 17. Januar, 10.30 Uhr: Schon um 9 Uhr morgens schallen die ersten Hupgeräusche über den Osterdeich in Bremen. Bis zur großen Kundgebung der Trecker-Demo um 13 Uhr ist es zwar noch hin, die ersten Landwirte treffen jedoch jetzt schon in Bremen ein. Hinter ihnen staut sich bereits der Verkehr.

In Klein Lessen machen sich derweil rund 100 Traktoren auf den Weg nach Bremen. Neben Treckern aus Sulingen und den umliegenden Gemeinden sind darunter auch etwa 25 Fahrzeuge aus Rehden, die von der Polizei zum Treffpunkt begleitet worden sind. „Der Zusammenhalt unter den Bauern ist beeindruckend“, sagt Organisator Volker Witte aus Wehrbleck, und man wolle gemeinsam mit der Politik Lösungen finden.

Auch in Rotenburg haben sich die Trecker bereits auf den Weg gemacht. Fast 25 Landwirte hatten sich auf dem Betriebsgelände der Firma Tiemann Landtechnik getroffen, um von dort aus gemeinsam zum Protest nach Bremen aufzubrechen.

Trecker-Demo: Tausende Landwirte fahren zur Kundgebung nach Bremen

 © Guido Menker
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 © Landvolk Grafschaft Diepholz
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Trecker-Demo Bremen: Landwirte machen sich auf den Weg

Originaltext, 16. Januar: Bremen - Eine Trecker-Demo im Landkreis Diepholz wird gegen 8.30 Uhr in Bassum starten, die Trecker fahren über die B51 und B6 nach Bremen. Eine weitere Demo beginnt ebenfalls um 8 Uhr in Klein Lessen (Sulingen). Die Route führt ab 8.30 Uhr über die B61, B51 und B6 bis nach Bremen.

Beide Trecker-Kolonnen werden auf der gesamten Strecke von der Polizei begleitet, teilt der Fachdienst Sicherheit und Ordnung vom Landkreis Diepholz mit. Womöglich starten bereits in Barnstorf einige Landwirte, um gemeinsam mit ihren Kollegen im Nordkreis nach Bremen zu gelangen. Von Rehden aus fahren weitere Bauern über Sulingen in Begleitung von Polizeibeamten nach Bremen.

Konvois fahren am Freitag nach Bremen und Hannover

Auch die Polizei Rotenburg rechnet mit Verkehrsbeeinträchtigungen durch Trecker-Convois auf dem Weg nach Bremen. Die Beamten gehen davon aus, dass sich Demonstrationsteilnehmer mit ihren Traktoren am Freitagmorgen in Sittensen treffen und von dort über die Landstraßen in Richtung Hansestadt fahren. Die genauen Routen sind der Polizei im Kreis Rotenburg nicht bekannt. „Überholen Sie die Konvois bitte nicht!“, appelliert der Sprecher der Rotenburger Polizei, Heiner van der Werp in einer Pressemeldung. Erfahrungsgemäß werde der Verkehr schon am Vormittag wieder reibungsfrei laufen.

Eine dritte größere Trecker-Kolonne im Bremer Süden rollt von Walsrode kommend nach Verden und bewegt sich anschließend über Langwedel nach Achim. Ziel ist auch hier die Hansestadt Bremen. Rund 200 Fahrzeuge werden bei diesem Konvoi erwartet.

Im Landkreis Oldenburg versammeln sich die Bauern um 7 Uhr in Harpstedt, um von dort nach Bremen zu fahren. Landwirte aus dem Landkreis Nienburg starten wiederum um 8.30 Uhr in Marklohe. Vom Gewerbegebiet Lemke aus liegt eine Route über die B6 nach Süden direkt in Richtung Hannover nahe.

Trecker-Demos: Beginn im Berufsverkehr

Aufgrund der erwarteten Teilnehmerzahl von jeweils 100 oder mehr Treckern pro Kolonne und dem Versammlungsbeginn während des Berufsverkehrs wird es höchstwahrscheinlich zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen. Bereits im Oktober waren Hunderte Landwirte aus dem Kreis Diepholz auf den Straßen.

Landwirte aus allen Teilen Niedersachsens wollen am Freitag in Hannover und Bremen erneut gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung demonstrieren. Viele Teilnehmer wollten mit Traktoren zu den Kundgebungen anrollen, teilten die Organisatoren mit. Auch in anderen deutschen Städten sind am Freitag Demonstrationen von Bauern angekündigt.

Parkallee in Bremen für Verkehr streckenweise gesperrt

In Hannover beginnt die Kundgebung um 12 Uhr auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus, Beginn in Bremen ist um 13 Uhr auf dem Marktplatz. Laut Polizei werden in beiden Städten jeweils etwa 2000 Schlepper erwartet. 

Da in Bremen die Bürgerweide als Parkplatz nicht zur Verfügung steht und am Weserstadion nur eine kleine Parkfläche, wird die Parkallee laut Angaben der Polizei stadteinwärts zwischen Wetterungsweg und Am Stern ab 8 Uhr für den Verkehr gesperrt. Dort sollen die Traktoren abgestellt werden. Vor allem am Osterdeich und der Martinistraße rechnen die Beamten in Bremen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

„Land schafft Verbindung“ initiiert Bauernproteste

Veranstaltet werden die Protestaktionen von der Initiative „Land schafft Verbindung“. Sie befürchtet unter anderem zu scharfe Umweltauflagen durch neue Gesetze und hatte deshalb in den vergangenen Monaten bereits mehrere große Protestaktionen organisiert. 

„Land schafft Verbindung“ besteht erst seit Anfang Oktober. Die Gründung der Initiative sei eine Reaktion auf Ankündigungen der Bundesregierung gewesen, „ideologisch anmutende Gesetzespakete an den Start zu bringen“, erklärte die Organisation. Sie hat im November in Hannover einen kommissarischen Beirat ins Leben gerufen, der ihre Interessen nach außen vertreten soll.

Mit Material des epd

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