Feuer unter Kontrolle

Erneuter Moorbrand im Emsland - Feuerwehr im Großeinsatz

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Nach mehreren Stunden Löscheinsatz ist der Moorbrand in Esterwegen inzwischen unter Kontrolle.

Schon wieder steht ein Moor im Emsland in Flammen. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz und können den Brand eindämmen - nicht aber löschen. Das Feuer ist schon der dritte größere Moorbrand in diesem Jahr.

Esterwegen - Die Feuerwehr will am Mittwoch die Löscharbeiten am Moorbrand im Emsland fortsetzen. Der Brand sei weiterhin unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht, teilte die Feuerwehr am frühen Mittwochmorgen mit.

Flammen auf einer Fläche größer als die Binnenalster

In einem Torfabbaugebiet nördlich von Esterwegen (Landkreis Emsland) war am Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen hatten sich laut Polizei zwischenzeitlich auf eine Fläche von 20 bis 30 Hektar ausgedehnt. Das ist größer als die Hamburger Binnenalster. 

Am Abend war es den Einsatzkräften gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Bis zu 250 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch das Technische Hilfswerk und eine Drohne waren an dem Einsatz beteiligt. 

Polizei sperrt zeitweise Bundesstraße 401

Einige Dutzend Einsatzkräfte waren über Nacht am Brandort geblieben, um zu verhindern, dass sich das Feuer wieder ausbreitet. Die Polizei sperrte am Nachmittag die Bundesstraße 401, weil die Einsatzkräfte das Löschwasser aus dem Küstenkanal pumpten.

Auf hilfreiches Wetter konnten die Einsatzkräfte nicht setzen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für Mittwoch trockenes, sonniges Wetter in Niedersachsen voraus. Erst für die Nacht zu Donnerstag erwarteten die Meteorologen etwas Regen.

2019: Dritter Brand nach Goldenstedt und Bad Bentheim

Schon im April hatte es in Niedersachsen zwei Moorbrände gegeben. Am Ostermontag hatten in Goldenstedt bei Vechta rund 60 Hektar eines Moors in Flammen gestanden. Hunderte Feuerwehrleute und ein Hubschrauber der Bundeswehr waren bei den Löscharbeiten im Einsatz. 

Nur einen Tag danach hatte auch bei Bad Bentheim ein Moor auf etwa 30 Feldern gebrannt. Mehr als einen Monat hatten hingegen die Löscharbeiten gedauert, als im September vergangenen Jahres bis zu 1200 Hektar eines Moors nahe Meppen brannten. Die Bundeswehr hatte nach wochenlanger Dürre Raketen aus einem Hubschrauber auf ein Übungsgelände abgefeuert und den Brand damit entfacht.

dpa

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