Schutz vor gesundheitlichen Schäden

Niedersachsen und NRW wollen Rauchverbot in Autos, wenn Kinder und Schwangere mitfahren

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Passivrauchen ist gefährlich - davor wollen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vor allem Kinder jetzt bewahren. Das gilt auch für das Rauchen im Auto. Müssen Autofahrer künftig auf ihre Kippe am Steuer verzichten, wenn Kinder auf der Rückbank sitzen?

Hannover - Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben einen Vorstoß für ein Rauchverbot in Autos gestartet, wenn Kinder und Schwangere mitfahren. „Rauchen in Autos, in denen Kinder oder Schwangere sitzen, muss verboten werden“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch in Hannover. „Wir haben zusammen mit Nordrhein-Westfalen eine entsprechende Bundesratsinitiative gestartet, das Landeskabinett hat in seiner letzten Sitzung zugestimmt: Der Bund soll im Nichtraucherschutzgesetz dafür sorgen, dass mitfahrende Kinder geschützt werden - sie dürfen nicht zu Passivrauchern werden.“

Strafen von bis zu 3000 Euro

„Wir fordern eine entsprechende gesetzliche Vorgabe und ich hoffe, dass sich weitere Länder dieser Forderung anschließe“, sagte Reimann. Bremen hatte im April bereits seine Zustimmung für ein entsprechendes Verbot signalisiert. Der nun erarbeitete Gesetzentwurf sehe Strafen von bis zu 3000 Euro vor, berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

Bereits im vergangenen Herbst hatten die Gesundheitsminister sich für ein entsprechendes Verbot eingesetzt und dabei Unterstützung von der Bundesärztekammer bekommen. Mit einem Verbot würden Ungeborene und Kinder besser vor den schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen geschützt, hieß es. Staaten wie Großbritannien, Italien, Griechenland oder Frankreich, Südafrika und Australien haben bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Minderjährige mitfahren.

Schadstoffkonzentration fünf Mal so hoch

„Kinder können sich dem schädlichen Qualm in Fahrzeugen nicht entziehen, die Gefahr gesundheitlicher Schädigungen ist insbesondere bei ihnen und auch bei Schwangeren besonders hoch“, erklärte Reimann. Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sei die Schadstoffkonzentration in verrauchten Autos fünf Mal so hoch wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar. Deshalb solle kein Erwachsener in einem Fahrzeug rauchen, in dem auch Kinder oder Schwangere sitzen.

dpa

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