Nach Schneechaos im Januar

Brocken-Bahn fährt wieder bis zum Gipfel

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Wechselhaftes Wetter zum Ferienstart

Wernigerode - Brocken-Besucher per Bahn müssen sich weiter gedulden: Wegen starker Winde und Neuschnee fährt die Harzer Schmalspurbahn (HSB) vorerst nicht hinauf zum Gipfel. Das teilte ein Sprecher des Unternehmens am Montag mit.

Update, Dienstag, 12. Februar, 12 Uhr:

Die Züge der Harzer Schmalspurbahn (HSB) fahren wieder bis zum Brocken-Gipfel. „Wir haben zwar immer noch recht lebhaften Wind, aber wir konnten die Strecke räumen und die Bahnsteige wehen nicht sofort wieder zu“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag. Daher sei die Wiederaufnahme des Zugbetriebs vertretbar. „Wir gehen davon aus, dass das jetzt erst mal so bleibt“, sagte er mit Blick auf die Wettervorhersage.

Update, Montag, 11. Februar, 15 Uhr:

Mitarbeiter versuchten die Gleise für den Zugverkehr freizuschaufeln, dies sei aber wegen orkanartiger Böen nicht vollständig gelungen. Zwei Züge waren am Morgen in Wernigerode in Richtung Brocken losgedampft, mussten aber dem Sprecher zufolge wegen des Wetters in Schierke wieder zurückkehren. 

Abhängig von der Wetterlage werde entschieden, wann die Bahn die gesamte Strecke bis zum Brocken wieder fahren kann. Schon am Wochenende war dies witterungsbedingt nicht möglich.

Update, Montag, 14. Januar 14 Uhr:

Der Brocken wird nach zwei Zwischenfällen mit im Schnee festgefahrenen Zügen vorerst nicht von den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) angefahren. Die Fahrten der klassischen Dampfzüge auf den höchsten Berg des Harzes wurden für den kompletten Montag verkürzt, wie ein Bahnsprecher sagte. 

Drei Tage steckte die Brockenbahn im Schnee fest. Seit Samstag fährt der Zug wieder.

Wegen des stürmischen Winterwetters auf dem Gipfel fahren die Züge nur zwischen Wernigerode und dem Ortsteil Schierke. Wann die komplette Strecke wieder aufgenommen wird, ist offen. Jeden Morgen sei eine Lok-Besatzung mit Schneefräse unterwegs und begutachte die Strecke. Danach werde entschieden, ob die aktuelle Wetterlage Fahrten erlaube. 

Vor einer Woche hatte sich ein Zug kurz vor dem Gipfel festgefahren und wurde so stark eingeschneit, dass die Bergung drei Tage dauerte. Auch am Samstag fuhr sich eine Bahn im Schnee fest und blockierte bis zum Abend die Strecke. Seit Sonntag sind die Fahrten zum Gipfel wegen heftiger Sturmböen und unbeständigem Wetter komplett eingestellt.

Update, Samstag, 12. Januar, 20 Uhr: Auf dem Brocken ist erneut eine Dampflokomotive im Schnee stecken geblieben. Sie habe sich am Samstag gegen 14 Uhr kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof auf dem höchsten Berg des Harzes festgefahren, sagte ein Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn (HSB). Die Passagiere des Zuges seien abgeholt worden. Ob der Zugverkehr am Sonntag wieder aufgenommen werden könne, sei unklar.

Update, Samstag, 12. Januar, 12 Uhr: Freie Fahrt durchs Winterland: Die Brocken-Bahn fährt wieder. Trotz hohen Schnees konnten am Samstag fast alle Dampfloks der Harzer Schmalspurbahn (HSB) ihre Fahrt durch den Harz wie geplant aufnehmen, sagte ein HSB-Mitarbeiter. Auch die Brockenbahn rollte wieder, nur der Traditionszug verkehrte nicht.

Die HSB chauffiert seine Fahrgäste auf verschiedenen Wegen mit Dampfloks durch den Harz. Neben der Brockenbahn, die zum Gipfel fährt, gibt es die Selketalbahn und die Harzquerbahn.

Komplett eingeschneit: Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn

Ursprüngliche Meldung: Das Unternehmen plante viele Stunden für die Aktion ein. Deswegen ist am Mittwoch laut Bahnsen kein regulärer Bahnbetrieb zum Brocken und zurück möglich. Auch im Südharz musste die Schmalspurbahn ihren Betrieb zwischen der Eisfelder Talmühle, Stiege und Hasselfeld wegen des stürmischen Winterwetters einstellen. Der übrige Zugverkehr lief den Angaben zufolge ohne Einschränkungen. 

Meterhohe Schneewehen

Passagiere sitzen stundenlang fest

Der liegengebliebene Zug war am Dienstagmittag auf dem Weg zum Brocken-Bahnhof in eine Schneewehe gefahren. Dutzende Passagiere saßen stundenlang fest, ehe sie in einem Teil der Waggons von einer neuen Lok zurück nach Wernigerode gebracht wurden. Gut 60 Menschen warteten auf dem Brocken bis zum Abend auf eine Rückkehrmöglichkeit.

Mitarbeiter der Servicegesellschaft

Auf dem Brocken wuchs die Schneedecke binnen eines Tages von 75 auf 103 Zentimeter an, wie Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst am Nachmittag in Leipzig sagte. Bis Donnerstag könnten 20 weitere Zentimeter dazukommen. Auch im restlichen Land fiel Schnee, blieb meist aber nicht oder nur als hauchdünne Decke liegen. Begleitet wurde das weiße Rieseln von kräftigem Wind. Im Tiefland wehten laut Wetterdienst vielerorts stürmische Böen bis 70 Kilometer pro Stunde. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken war der Wind mit dem doppelten Tempo unterwegs, laut DWD-Meteorologe "ein richtig ausgewachsener Orkan".

Schierke: Mitarbeiter der Servicegesellschaft versuchen einen Zug der Harzer Schmalspurbahn, der seit Montag auf dem Brocken eingeschneit ist, vom Schnee zu befreien.

Der festsitzende Zug in Sichtweite zum Brocken-Bahnhof sorgte bei den Beschäftigten der HSB trotzdem für Hochbetrieb. Er war am Dienstagmittag in eine Schneewehe gefahren. Dutzende Passagiere saßen stundenlang fest, ehe sie in einem Teil der Waggons von einer neuen Lok nach Wernigerode gebracht wurden. Gut 60 Wanderer, Touristen und HSB-Beschäftigte warteten auf dem Brocken bis zum Abend auf eine Rückkehrmöglichkeit. Weil der Zug nicht freizubekommen war, wurden sie mit Kleinbussen ins Tal gebracht, wie Sprecher Bahnsen sagte.

Die restlichen Waggons und die festsitzende Lok blieben über Nacht bei Schneetreiben und Orkan auf der Strecke zurück - und wurden bis unters Dach weiß eingeweht. Erst am frühen Nachmittag war der erste Waggon freigeschaufelt und wurde einzeln ins Tal gebracht - ehe er wieder eingeschneit werden konnte. Die HSB rechnete damit, dass die Arbeiten am Donnerstag fortgesetzt werden müssen.

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Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmböen und extremen Schneefall

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