Wildeshauser Familienunternehmen

Agrarfrost erweitert Werk in Aldrup – und investiert 20 Millionen Euro

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Bei der Begehung der neuen Halle für die Kartoffelannahme in Aldrup: Jürgen Bruer (Agrarfrost), Dirk Vorlauf (CDU-Kreisvorsitzender), Manfred Wulf (Agrarfrost), Angelo Lasagna (CDU-Fraktion Wildeshausen), Matthias Kehl (Geschäftsführer ES Agrar), Barbara Otte-Kinast (Landwirtschaftsministerin), Eike Stöver (Agrarfrost), Karl-Heinz Bley (Landtagsabgeordneter CDU), David Krause (Agrarfrost) und Jens Kuraschinksi (Bürgermeister, v.l.).

Mit einer gigantischen Investition von 20 Millionen Euro stärkt das Tiefkühl-Unternehmen Agrarfrost seinen Standort in Aldrup bei Wildeshausen. Zu den Haupterzeugnissen des Wildeshauser Familienunternehmens zählen tiefgekühlte Kartoffelprodukte.

Aldrup – Die Firma Agrarfrost in Aldrup (Landgemeinde Wildeshausen) plant eine deutliche Modernisierung sowie Werkserweiterung auf 5.000 Quadratmeter und investiert nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro in diese Maßnahme. Diese Zahlen nannte die Geschäftsführung um Inhaber Eike Stöver im Rahmen eines Betriebsbesuches der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (CDU), am Donnerstag, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach Stövers Angaben stehen die ersten Bauphasen bevor. Sie betreffen die Werksbereiche Kartoffelannahme, -sortierung, -wäsche sowie -lagerung bei Agrarfrost in Aldrup und folgen der Philosophie des Mittelständlers „Alles aus einer Hand“.

Aldrup bei Wildeshausen: Tiefkühlfirma Agrarfrost investiert kräftig

„Mit den Investitionen setzt das Familienunternehmen bewusst ein Zeichen für den Standort Aldrup und Qualität ,Made in Germany‘“, so Stöver, der jedoch Unterstützung von der Politik einfordert. Der Firmeninhaber: „Auch dort müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die unsere landwirtschaftlichen Produkte auf den deutschen, europäischen und internationalen Absatzmärkten weiter wettbewerbsfähig halten. Alle Marktteilnehmer sollten unter gleichen gesetzlichen Vorgaben und Regularien ihre Produkte erzeugen, produzieren und vermarkten können.“

Hier, so Stöver, bestehe auf vielen Gebieten, wie zum Beispiel in der Energiepolitik, beim Verbraucherschutz oder bei einheitlichen europäischen Dünge- und Pflanzenschutzverordnungen, Handlungsbedarf. „Das reicht bis hin zur Klärung von willkürlich auferlegten Strafzöllen beim Export von Kartoffelspezialitäten, zum Beispiel nach Südamerika“, betonte der Agrarfrost-Inhaber.

Das Wildeshauser Familienunternehmen zeichnet sich schon seit einigen Jahren für seine intensiven Nachhaltigkeits-Bemühungen aus.

Tiefkühlkost-Anbieter Agrarfrost: Ministerin beeindruckt von Werk

Die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast zeigte sich laut der Pressemitteilung beeindruckt von den modernen Produktionsstätten und der geplanten Erweiterung bei Agrarfrost in Aldrup. Erst vor Kurzem hatte das Tiefkühl-Unternehmen aus Wildeshausen verkündet, Plastikverpackungen den Kampf anzusagen.

Barbara Otte-Kinast versprach, sich für die Interessen und vorgetragenen Belange, insbesondere der mittelständischen, niedersächsischen Unternehmen, in den entsprechenden politischen Gremien einzusetzen.

„Nur mit allen Marktbeteiligten und Institutionen einheitlich abgestimmte Rahmenbedingungen schaffen einen nachhaltigen und umweltgerechten Kontext, in dem alle landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe die gleichen Wettbewerbsbedingungen vorfinden“, so Barbara Otte-Kinast.

Agrarfrost beschäftigt 800 Mitarbeiter an zwei Standorten

Mit 800 Mitarbeitern an den beiden Produktionsstandorten Aldrup und Oschersleben bei Magdeburg verarbeitet das Familienunternehmen Agrarfrost eigenen Angaben zufolge jährlich rund 600.000 Tonnen Kartoffeln zu Fertigerzeugnissen. Rund 200 Vertragslandwirte sorgen auf 8.000 Hektar eigener Anbauflächen für „beste Produktqualität“. „Von der Züchtung der Saatkartoffeln über die Aufzucht bis hin zur Herstellung kommt bei uns alles aus einer Hand“, so Agrarfrost.

Das gewährleiste eine kontinuierlich hohe Produktqualität und -sicherheit. Das Gros der hergestellten Erzeugnisse entfällt auf tiefgekühlte Kartoffelprodukte gefolgt von Kartoffelsnacks sowie -flocken.

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