Absolute Alleinlage mit netter Mieterin

Lauenbrücker Immobilienmakler mischt Internet mit Annonce für Hexenhäuschen auf

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Immobilienmakler Julian von Bothmer sucht einen Abnehmer für dieses Hexenhaus aus Lebkuchen, Pfeffernüssen und süßer Verzierung. Seine humorvolle Internet-Annonce ist auch schon auf viel Interesse gestoßen.

Lauenbrück - Von Ulla Heyne. Wer dieser Tage in einschlägigen Immobilienportalen ein Haus in Rotenburg und Umgebung sucht, dem dürfte ein etwas anderes Angebot ins Auge gefallen sein: Unter „Absolute Alleinlage mit netter Mieterin“ wird für ein „Nurdachhaus“ mit 150 Quadratmetern Wohnfläche und 1000 Quadratmetern Grundstück geworben. Die Fotos zeigen – wie üblich in Front- und Seitenansicht – ein Hexenhäuschen, komplett mit Lebkuchen, Pfeffernüssen und süßer Verzierung.

Die Details in der Beschreibung zeugen von profunder Märchenkenntnis sowie einer guten Portion Humor: Als Ausstattungsdetails wird ein großer Ofen angeführt, in der Lagebeschreibung heißt es: „Ohne Ortskenntnisse nur schwer zu finden“ und die Mieterin wird als „nette ältere Dame, Selbstversorgerin, in der Kinderbetreuung tätig“ beschrieben. Ebenso wird der Renovierungsbedarf am Dach nicht verschwiegen. Ein Bild gibt Aufschluss: Die Spuren von Hänsels Nascherei am Lebkuchenhäuschen der bösen Hexe sind zu sehen.

Schmunzeln muss man auch, weil der Jargon einschlägiger Portale exakt getroffen ist: Der Energieausweis des Hexenhäuschens ist rot, dafür wird die „einmalige Raumaufteilung“ gelobt. 

Kein Wunder, steckt hinter dem vermutlich lustigsten vorweihnachtlichen Immobilieninserat im Netz doch einer, der sich auskennt, nämlich der Lauenbrücker Immobilienmakler Julian von Bothmer. Die Idee zur Anzeige der etwas anderen Art hatte er schon im Vorjahr, beim Basteln des Hexenhäuschens gemeinsam mit seiner Frau und den drei Kindern, „da war das Objekt aber zu schnell beschädigt“, sagt er schmunzelnd.

Gretel vereinbart Termin zum Knuspern

Schon vor eineinhalb Jahren hatte der kreative Kopf es zu beträchtlicher Reichweite im Netz und einiger medialer Aufmerksamkeit gebracht, als er zum Hurricane-Festival eine Annonce für ein Zelt online gestellt hatte – sehr zur Freude der Internetgemeinde, die für solche Späße immer zu haben ist. 

Auch die diesjährige Aktion scheint eingeschlagen zu haben, wie die Reaktionen zeigen. Eine Interessentin namens Gretel habe per E-Mail einen Termin zum Knuspern vereinbaren wollen und nach der Zusatzstoffliste der Lebkuchen gefragt.

Weiter heißt es: „Bitte benachrichtigen Sie uns, sobald der Kamin von Amts wegen stillgelegt worden ist.“ Wer die Annonce noch sehen will, sollte sich beeilen: Am kommenden Wochenende verschwindet sie aus dem Netz – die Immobilie ist von akutem Verfall und vermutlich schon bald einsturzgefährdet. „Die Beschädigungen am Dach nehmen jahreszeitlich bedingt täglich zu“, konstatiert der Familienvater.

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