Gemeinde zufrieden

Neuheit in Oyten verursacht Chaos: Pestalozzistraße für Elterntaxis gesperrt

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Die probeweise Sperrung der Pestalozzistraße für Elterntaxis läuft. Nur Busse und andere Berechtigte lassen Florian Steinau und seine Kollegen vom Bauhof zu den Stoßzeiten noch passieren. Das führte hier an der Zufahrt von der Stader Straße zu einigen chaotischen Szenen.

Begleitet von allerhand Medieninteresse hat die Gemeinde Oyten am Montag ihre probeweise Sperrung der Pestalozzistraße für sogenannte Elterntaxis gestartet. Die Auswirkungen waren weitreichend.

Oyten - Punkt 7.15 Uhr schlossen Mitarbeiter des Bauhofs die Absperrgitter an den Einfahrten von der Lindenstraße und der Stader Straße, riegelten so den Bereich vor der Kita Pestalozzistraße, der Integrierten Gesamtschule (IGS) und der Grundschule Sagehorn gegen unerwünschten Autoverkehr ab und ließen für die Stunde rund um den Schul- und Kitabeginn nur Schulbusse und Berechtigte wie etwa Lehrkräfte durch – das Gleiche zu den Abholzeiten von 12 bis 15.30 Uhr.

Elterntaxi-Sperrung laut Gemeinde  „sehr gut gelaufen“

„Sehr gut gelaufen“ ist der erste Test nach Worten von Vize-Verwaltungschef Axel Junge an der Einmündung Lindenstraße: „Es gab überhaupt keine Probleme. Eltern haben ihre Kinder einfach an der Lindenstraße rausgelassen, ohne dass es zu Störungen im Verkehr kam.“

Ganz anders die Lage an der Einmündung der Stader Straße in die Pestalozzistraße im Bereich der Grundschule Sagehorn. Anstatt die Kinder wie empfohlen auf dem Parkplatz am Sportzentrum aussteigen zu lassen oder sie von dort zu Fuß zur Schule zu begleiten, seien Eltern so dicht wie möglich bis an die Schule herangefahren, hätten im absoluten Halteverbot gestanden oder direkt vor den Absperrungen gewendet, so Junge. Das habe zu einigen chaotischen und gefährlichen Situationen geführt: „Unsere Mitarbeiter haben nur mit dem Kopf geschüttelt.“

Elterntaxi-Sperrung löst in Oyten nicht nur Verständnis aus

Neben den fürs Absperren zuständigen Kollegen vom Bauhof beobachteten und begleiteten sieben Mitarbeiter aus der Gemeindeverwaltung die Startphase der Sperrung und suchten das Gespräch mit unwissenden oder uneinsichtigen Eltern. Das mit gemischtem Erfolg: „Eventuell müssen wir an der Stader Straße nochmal nachsteuern“, kündigt Junge an.

Nicht bei allen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und wieder abholen, möglichst direkt vor der Tür, stieß die Sperrung auf Verständnis. Dabei soll sie allein der Sicherheit ihrer Kinder dienen: Erklärtes Ziel ist die Entschärfung des Verkehrschaos’ zu Stoßzeiten, wenn sich radelnde oder zu Fuß gehende Kinder und Jugendliche, Schulbusse und eben ungezählte Elterntaxis auf engstem Raum begegnen und die unübersichtliche Lage zu gefährlichen Situationen führt. Um zum Schutz der 1130 Kita- und Schulkinder in dem Bereich den Verkehr auf der Pestalozzistraße zu minimieren, testet die Gemeinde für zwei Wochen den Ausschluss der Elterntaxis. Die Auswirkungen werden dokumentiert und bewertet. Bewährt sich das Modell, könnte es zur Dauerlösung werden.

Oyten: Kinder und Jugendlichen erobern Straße für sich

Für Vize-Verwaltungschef Junge war gleich am ersten Morgen „zu spüren, wie die Kinder und Jugendlichen den Straßenraum für sich erobern – das war alles sehr entspannt“. Und „wenn wir auch den Bereich an der Stader Straße in den Griff kriegen, sind wir auf einem guten Weg“, ist Junge überzeugt.

Die probeweise Sperrung der Pestalozzistraße für Elterntaxis zu Stoßzeiten an Schultagen läuft bis einschließlich 24. Januar jeweils von 7.15 bis 8.15 Uhr und von 12 bis 15.30 Uhr. Für Vorschläge, Fragen und Kritik aller Beteiligten hat die Gemeinde im Rathaus eine E-Mail-Adresse eingerichtet: pestalozzistrasse@oyten.de

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