Neues Konzept im 70. Auktionsjahr / Hannoveraner Nachwuchs kostet im Schnitt 7 197 Euro

Fidus trabt zum Spitzenpreis

Fidus wurde für 21 000 Euro an eine Aufzüchterin aus Ritterhude versteigert. Foto: T. Ernst

Verden – In der Niedersachsenhalle versteigerte der Hannoveraner Verband nun die ersten Fohlen des Jahrgangs 2019. Im 70. Jahr der Verdener Auktionen feierte ein neues Konzept seine Premiere. Nicht nur, dass der langjährige Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Werner Schade aufgrund seiner fristlosen Kündigung vor wenigen Wochen erstmals nicht mehr dabei war, zum ersten Mal wurden nur Fohlen konzentriert auf einer Veranstaltung im Frühjahr angeboten. Spitzenreiter war bei dieser Premiere der Rapphengst Fidus (Sohn von Fürst Belissaro/Dr. Watson), der am 6. April geboren wurde. Eine Aufzüchterin aus Ritterhude kaufte ihn für 21 000 Euro.

Für den Hannoveraner Nachwuchs mussten durchschnittlich 7 197 Euro angelegt werden. 18 Fohlen werden Deutschland verlassen, davon alleine fünf in Richtung Niederlande und vier nach Großbritannien. „Das lebhafte Auktionsgeschehen hat uns gezeigt, dass das neue Konzept von unseren Kunden gut angenommen wird“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

Den zweithöchsten Preis bei der Versteigerung und damit teuerstes Stutfohlen wurde Felina von Feinrich/Rousseau (Züchter und Aussteller Michael Niethamer, Weil der Stadt). Die Dunkelbraune wurde bei 20 000 Euro zugeschlagen und ging in den Besitz eines hocherfolgreichen Aufzüchters aus Nordrhein-Westfalen, der sich schon so manches Spitzentalent in jungen Jahren in der Niedersachsenhalle gesichert hatte.

Auch der am 8. April geborene Fuchshengst Dorion von D’Olympus/Lauries Crusador x (Züchter und Aussteller Ortwin Ehlers, Kutenholz) war heiß begehrt. Er kam auf einen Preis von 18 000 Euro und bleibt im Inland. Den höchsten Preis der Fohlen mit Springpferdeabstammung erzielte der überaus sportlich gezogene Carius H von Chacfly PS/Numero Uno (Züchter und Aussteller Hans-Heinrich Hagemann, Pattensen), der für 16 000 Euro Feline folgen wird. „Alle diese Fohlen hatten schon bei der morgendlichen Präsentation im Mittelpunkt des Interesses gestanden“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

Die Züchter aus unserer Region waren dieses Mal nicht so stark vertreten. Aus dem Kreis Verden hatte lediglich Züchter und Aussteller Karsten Asendorf aus Thedinghausen zwei Fohlen angeboten. Die am 1. April geborene Stute Diala von Dia Corrado/Satisfaction I erzielte einen Preis von 4 000 Euro, während der am 5. Februar geborene braune Hengst Cloud Catcher von Chacfly PS/Balou du Rouet für 4 500 Euro versteigert wurde. Beide Fohlen bleiben im Inland. Der stellvertretende Geschäftsführer des Hannoveraner Verbandes, Dr. Henrik von der Ahe, bot das von ihm gezüchtete und in seinem Besitz befindliche Stutfohlen Dare to Dream von Don Nobless/Franziskus an, das für 5 000 Euro im Inland bleibt.

Die Mai-Auktion wurde bereits am Freitagabend eröffnet. Unter dem Motto „Heimat ist ein Gefühl“ stand ein gut besuchter Züchterabend auf dem Programm. Das Team der Ausbildungs- und Absatzzentrale hatte dazu eingeladen. Die nächste Auktion des Verbandes für Reitpferde findet am Sonnabend, 20. Juli, statt.  jho

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