„Württemberg-Cup“: Okels Keeper hält in 35 Minuten drei Elfmeter / Sulingen 8:1

Feldmann liefert Historisches ab

Grundstein zum Sieg: Dennis Pissor (re.) brachte Sulingen gegen Melchiorshausen mit 1:0 in Führung. Foto: töbelmann

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Fußball-Landesligist TuS Sulingen ist auf dem besten Weg ins Finale des 20. Ristedter Turniers um den „Württemberg-Cup“. Das Team von Trainer Walter Brinkmann fertigte gestern vor 180 Zuschauern den Bremer Landesligisten TSV Melchiorshausen mit 8:1 ab und gewann damit auch sein zweites Spiel in der Gruppe B. Allen die Schau stahl jedoch Lucas Feldmann vom TSV Okel beim 1:3 des Bezirksliga-Aufsteigers gegen den Liga-Konkurrenten TV Stuhr. Grund: Der Keeper verursachte nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit zwei Elfmeter und hielt gleich deren drei, weil Nummer zwei wiederholt werden musste.

TV Stuhr - TSV Okel 3:1 (0:1): Vor dem Anpfiff hatten die Organisatoren tiefe Sorgenfalten auf der Stirn, denn ein heftiges Gewitter entlud sich über Ristedt. Mit 15-minütiger Verspätung konnte es dann jedoch losgehen.

Wie schon gegen Sulingen erwischte Okel einen sehr guten Start und ging in der zehnten Minute durch Timo Eggers mit 1:0 in Führung. Danach überboten sich die Stuhrer aber im Auslassen hochkarätigster Chancen. Dimitri Steen (11.) und Torben Drawert (13./15./Pfosten) vergaben. Auf der anderen Seite hätte aber auch Okels spielender Co-Trainer Rico Volkmann „netzen“ können, traf dabei einmal aber auch nur den Pfosten (16.).

Die zweite Halbzeit stand dann ganz im Zeichen des zur Pause gekommenen Feldmann. „Sowas hab’ ich noch nicht erlebt“, meinte etwa Stuhrs Trainer Stephan Stindt. Und Feldmann selbst konnte sich an derartige Taten auch nicht erinnern: „Okay, ich hab’ in der Kreisliga schon mal den einen oder anderen Elfer gehalten. Aber drei am Stück sicherlich noch nie.“

Und das waren alles Strafstöße, die Feldmann selbst verursacht hatte. In der 41. Minute legte er Torben Drawert und hielt gegen Fabian Bischoff. Fünf Minuten später senste er Dimitri Steen um – und parierte gegen Tim Langreder. Der Schiri ließ den Strafstoß aber wiederholen. Egal – auch im zweiten Versuch kam Langreder nicht an Feldmann vorbei.

Zur Überraschung reichte das aber nicht, denn Rückkehrer Daniel Horeis (54.), Steen (55.) und Drawert (65.) drehten das Blatt noch zum 3:1 der Stuhrer. Gerüchten zu Folge will Stindt heute beim Training übrigens keine Elfmeter üben lassen . . .

„Ich hoffe, dass einige Spieler nun gemerkt haben, wo der Hammer hängt. Wir müssen vorn und hinten viel handlungsschneller werden“, erklärte Okels Coach Lutz Schröder nach dem Abpfiff. Und Stindt meinte: „Unsere Chancenverwertung war kläglich, aber wenigstens haben die Jungs nach den vergebenen Elfern die Köpfe nicht hängenlassen.“

TuS Sulingen - TSV Melchiorshausen 8:1 (4:0): Die Sulinger Neuzugänge Dennis Pissor und Chris Brüggemann mischten Melchiorshausen vor der Pause fast im Alleingang auf. In der fünften Minute erzielte Pissor das 1:0. Nach einer vergebenen Melchiorshauser Chance durch Kevin Nienstermann war dann wieder Sulingen durch Treffer von Pissor (15.) und zweimal Brüggemann (18./35.) zum 4:0 dran.

Nach der Pause ging das muntere Toreschießen weiter. Für die „Brinkmänner“ trafen Tim Rieckhof (36.) und Pascal Löhmann (37.) zum 6:0. Danach unterlief Melchiorshausen ein Eigentor zum 0:7. Rieckhof besorgte in der 54. Minute dann das 8:0 gegen den zum Großteil überforderten Gegner. Jan Schmötzer erzielte in der 65. Minute noch aus 40 Metern das Ehrentor zum 1:8. Sulingens Coach Walter Brinkmann erklärte nach Abpfiff: „55 Minuten haben wir das gut gemacht und den Gegner klar beherrscht. Melchiorshausens Co-Trainer Marc Schönthal bilanzierte: „Das war schon ein Klassenunterschied. Sulinger war war viel wacher. Meine Jungs wissen jetzt, woran sie noch arbeiten müssen.“

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