START IN DIE SAISON Nach einer Pause greift Daniel Horeis beim TV Stuhr wieder an

Zurück zur zweiten Familie

Fühlt sich wieder bereit für die Bezirksliga: Daniel Horeis vom TV Stuhr. Foto: J. Diekmann

Stuhr - Von Julian Diekmann. Es gibt nicht viele Gründe für Daniel Horeis, um auf Fußball zu verzichten. Dafür liebt der 30-Jährige den Sport zu sehr: „Doch als vor 18 Monaten mein Sohn Mats geboren wurde, wollte ich voll und ganz für ihn da sein, ihn von Anfang an aufwachsen sehen.“ Also entschloss sich der Offensivmann des Bezirksligisten TV Stuhr, die Spielzeit 2017/18 auszusetzen – dem Sohn zuliebe. So verpasste er nicht nur den Bezirksliga-Titel des TVS, sondern auch das anschließende Abenteuer in der Landesliga, da er sich nach einem Jahr Babypause nicht gleich den Sprung zurück in die erste Mannschaft zugetraut hatte. So spielte er die Serie 2018/19 fürs zweite Team des TV Stuhr in der 1. Kreisklasse. „Als mein Sohn aus dem Gröbsten heraus war, habe ich gemerkt, dass ich wieder Bock auf Fußball hatte. Deswegen habe ich in der Zweiten wieder angefangen“, erklärt der junge Vater seinen Schritt. Der Meisterschaft und der Landesliga „trauere ich aber nicht hinterher“, versichert der gelernte Metallbauer, der mittlerweile in der Telekommunikationsbranche tätig ist.

Horeis ist nicht nur vom Spiel mit dem runden Leder begeistert, sondern auch ein Stuhrer durch und durch. Bis auf ein Jahr bei den D-Junioren des TuS Varrel durchlief er alle Jugendmannschaften des TVS. Nach seinem ersten Jahr im Herrenbereich 2010/11 folgte noch ein Intermezzo beim Bremen-Ligisten Brinkumer SV. „Damals ist unser Trainer Holger Zander Übungsleiter in Brinkum geworden, und hatte mich damals mitgenommen“, blickt Horeis zurück. Als nach nur drei Monaten das Aus für Zander folgte, war auch für Horeis das Abenteuer Bremen-Liga beendet, er schloss sich zur Winterpause wieder seinem Herzensclub an – und blieb. Bis heute. „Wir sind eine eingeschworene Truppe – und das schon über Jahre hinweg. Ich kenne viele Spieler noch aus meiner Jugendzeit. Das macht den TV Stuhr einfach aus“, erklärt der Offensivspieler, warum er sich mittlerweile nicht mehr vorstellen kann, für einen anderen Verein aufzulaufen: „Der TVS ist für mich wie eine zweite Familie.“ Es sei eben alles ein bisschen anders als beim Brinkumer SV oder Regionalligisten BSV Rehden, die ein Team aus vielen fremden Spielern zusammenstellen. „Das Wir-Gefühl wird beim TV Stuhr großgeschrieben. Wir sind fast alle Freunde, kennen uns über Jahre, unternehmen auch mal gerne etwas privat zusammen“, führt Horeis weiter aus, der mittlerweile zu den Ältesten im Team zählt.

Noch fühlt er sich aber topfit. Und will jetzt wieder in der ersten Mannschaft angreifen. „Mir ist durchaus bewusst, dass der Schritt nicht einfach wird, da es einen großen Unterschied zwischen der 1. Kreisklasse und der Bezirksliga gibt. Doch ich traue mir den Sprung zu. Mir ist aber auch klar, dass ich erst mal wieder hineinfinden muss. Gerade konditionell habe ich noch Defizite, die ich aufarbeiten muss“, erklärt der 30-Jährige: „Aber ich bin ganz entspannt, nehme den Konkurrenzkampf an und freue mich einfach, wieder zum Team zu gehören.“

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