Brasilianer und Argentinier sorgen in Hemslingen für Qualität und gute Laune

Ein kleines Stückchen Südamerika

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Sorgen für das südamerikanische Flair beim TuS Hemslingen/Söhlingen: Santiago Sebastian Katz, Yuri Gabriel Stefenon, Daniel Junior Preuss (oben v.l.) sowie knieend Fabio Henrique Wunder, „Dolmetscher“ Guilherme Jose Hünning sowie Lucas Gabriel Zapalowski. Es fehlen: Leandro Werlang, Alan Mahl sowie Adriano Vogt aus der Zweiten.

Hemslingen - Lucas Gabriel Zapalowski, Daniel Junior Preuss, Yuri Gabriel Stefenon, Santiago Sebastian Katz und Guilherme Jose Hünning – wer beim Klang dieser Namen möglicherweise Fernweh bekommt, sollte sich vielleicht in der 2. Fußball-Kreisklasse Süd mal etwas genauer umschauen.

Denn dieses Quintett stand am vergangenen Spieltag in der Startformation des TuS Hemslingen/Söhlingen und bildet zusammen mit Leandro Werlang, Alan Mahl und Fabio Henrique Wunder die Südamerika-Fraktion des Vereins. „Santiago und Lucas sind Argentinier, alle anderen kommen aus Brasilien“, informiert Hemslingens Fußball-Obmann Joey Meyer.

Doch was zieht die Spieler ausgerechnet zum akutellen Tabellenvierten? Beinahe alle Akteure sind über ein Programm nach Deutschland gekommen, bei dem sie eine zweieinhalbjährige Ausbildung in der Landwirtschaft in Leitzingen bei Soltau absolvieren. 

Doch das Bindeglied, das dafür sorgt, dass der TuS Hemslingen/Söhlingen für die Neuankömmlinge die erste Anlaufstation ist, ist Spielmacher Guilherme Jose Hünning, genannt „Willi“, der seine dritten Saison für den Verein spielt und sich im Club seit seiner Ankunft vor knapp zwei Jahren von Beginn an unverzichtbar gemacht hat. „Er ist bei unserer internen Wahl zum Fußballer des Jahres in seinem ersten Jahr direkt Vierter geworden“, erklärt Meyer und fügt an: „Und dabei spielt nicht nur die Leistung, sondern vor allem das Engagement drumherum eine Rolle.“

Auch aufgrund seiner Sprachkenntnisse ist Hünning, der nach dem Ende seiner Ausbildung in Bremen studieren will, für Coach Sead Kucevic eine unentbehrliche Komponente. Der 22-Jährige wechselt variabel zwischen portugiesisch, spanisch sowie deutsch hin und her, um seine Teamkollegen zu instruieren. „Ansonsten geht es unter den Jungs auch mit Händen und Füßen. Fußball ist ein Spiel, bei dem Sprache keine Rolle spielt“, findet der technisch versierte Mittelfeldmann.

Generell trägt das Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten zur Völkerverständigung bei und sorgt für gute Stimmung. „Die Südamerikaner sind echte Feierbiester“, sagt Meyer lachend. Hünning pflichtet ihm bei und hebt den mannschaftlichen Zusammenhalt hervor: „Wir machen viel privat miteinander. Dann kann es mit deutscher Musik losgehen und endet mit brasilianischer. Wir mögen die Vielfalt.“

Ganz nebenbei heben die Wahl-Hemslinger die fußballerische Qualität. „Santiago als Libero, aber auch Willi auf der Zehn – so etwas gibt es in dieser Klasse sonst nicht“, schwärmt Meyer. Der Argentinier Stefenon hat mit fünf Treffern in seinen ersten zwei Spielen bereits eine Duftmarke gesetzt. Geht da in dieser Saison also etwas in Sachen Aufstieg? „Wir erwarten viel von uns und haben große Ziele“, formuliert Hünnig angriffslustig.

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