„Wir wissen, wie Derby geht“

Brettorfs Talentschuppen trifft auf routinierte Ahlhorner

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Welcher Angreifer kann dem Derby seinen Stempel aufdrücken: Brettorfs Malte Hollmann (l.) oder Ahlhorns Christoph Johannes? 

Brettorf/Ahlhorn - Mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 20,3 Jahren stellen die Faustballer des TV Brettorf die jüngste Mannschaft der 1. Bundesliga Nord. Dem Talentschuppen von Trainer Klaus Tabke gehören in Abwehrspieler Timo Kläner (28) und Angreifer Malte Hollmann (22) lediglich zwei Ü 20-Akteure an. Dagegen verfügt der Ahlhorner SV (23,75) um seinen 31-jährigen „Teamsenior“ Sören Dahms über jede Menge Routine. Jugendliche Unbekümmertheit trifft also auf geballte Erfahrung, wenn sich die beiden Landkreisrivalen an diesem Freitag, 20 Uhr, in der Sporthalle am Bareler Weg zum Derby gegenüberstehen.

Sowohl Brettorf (5:0 gegen den SV Moslesfehn) als auch Ahlhorn (5:0 gegen den TK Hannover) waren am vergangenen Wochenende mit Siegen in die Saison gestartet. „Wir können relativ befreit aufspielen. Der Druck liegt eher bei den Ahlhornern, die in meinen Augen Favorit sind“, sagt Tabke. Eine Unwägbarkeit sei allerdings die – wahrscheinlich – große Kulisse: „Damit muss man auch erstmal klarkommen.“

Während die Hausherren in Malte Hollmann, Hauke Rykena und Vincent Neu über drei gleichwertige Angreifer verfügen, ist der ASV in der Offensive vor allem auf Christoph Johannes angewiesen. „Wir wollen gleich versuchen, Christoph den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wenn er höheres Risiko gehen muss, ist er auch immer für Fehler gut“, sagt Tabke, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Auch die Gäste aus der Gemeinde Großenkneten werden voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. „Aufs Derby sind immer alle heiß – das will keiner verpassen“, bestätigt ASV-Spielertrainer Tim Albrecht. Das gilt auch für ihn selbst. Obwohl er die Übungseinheit am Mittwoch wegen einer Erkältung ausfallen lassen musste, wird er in Brettorf dabei sein.

„Ich hoffe, dass die Erfahrung siegt. Wir haben schon einige Derbys gespielt und wissen, wie das geht“, meint Tim Albrecht. Erst vor zwei Wochen hatte sich seine Crew im Halbfinale des Brettorfer Vorbereitungsturniers mit 2:0 (11:7, 11:6) gegen den Ausrichter durchgesetzt. „Aber das ist nicht zu vergleichen. Brettorf wird alles raushauen, um als Sieger vom Platz zu gehen“, ahnt Tim Albrecht. Viel werde darauf ankommen, ob die Gastgeber Druck aus der Angabe erzeugen können: „Wenn Hauke Rykena und Malte Hollmann gut aufschlagen, wird es spannend.“

Während die Brettorfer nach dem Derby das Wochenende genießen können, müssen die Ahlhorner nochmal ran, und zwar am Sonntag, 11 Uhr, gegen den VfL Kellinghusen. Die Schleswig-Holsteiner waren zum Saisonauftakt überraschend deutlich mit 0:5 beim amtierenden deutschen Meister VfK 01 Berlin unter die Räder gekommen. Allerdings musste der VfL auch auf Angreifer Rouven Kadgien verzichten. Dabei hatte Sascha Heidrich zuvor beim Turniersieg in Brettorf gezeigt, dass er seinen an der Schulter verletzten Teamkollegen vollwertig ersetzen kann. „Ich hoffe, dass wir unseren Heimvorteil nutzen können“, sagt Tim Albrecht, der in den beiden Partien „mindestens zwei, aber am liebsten natürlich vier Punkte einsammeln“ würde. - mar

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