Ex-Werder-Coach gewinnt Meisterschaft

Double perfekt! Nutzt Skripnik den Erfolg in Riga als Sprungbrett?

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Viktor Skripnik hat mit dem FC Riga das Double geholt.

Riga - Glückwunsch, Viktor Skripnik! Der ehemalige Werder-Coach hat mit dem FC Riga das Double in Lettland perfekt gemacht.

Im vorletzten Saisonspiel feierte Riga beim Tabellenachten Valmiera Glass einen 2:0-Sieg und sicherte sich damit den Meistertitel. Mit sechs Punkten Vorsprung kann der Hauptstadtclub am letzten Spieltag nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Eineinhalb Wochen zuvor hatte der FC Riga bereits den lettischen Pokal gewonnen.

Für Skripnik sind die Erfolge die ersten Titel als Trainer. Mit Werder Bremen hatte er als Spieler 1999 den DFB-Pokal und 2004 das Double gewonnen. Als Trainer des Bundesliga-Teams lief es für den Ukrainer bei weitem nicht so gut. Von Oktober 2014 bis September 2016 hatte er die Bremer geführt, wurde nach einem Saisonstart mit vier Niederlagen am Stück entlassen. Danach wartete der 48-Jährige lange auf neue interessante Angebote. Erst nach Ablauf seines Vertrages bei Werder entschied er sich im Juli für den FC Riga aus der international völlig unbedeutenden lettischen Virsliga. 

Skripniks Werdegang bei Werder

Trotz des Spitznamens "Beckham der Ukraine" wurde Skripnik eher wegen seines Kampfgeistes und seiner Bodenständigkeit zum Bremer Publikumsliebling. Im Derby nimmt er es mit zwei Hamburgern auf. (Februar 2003) © nordphoto
Ein später Höhepunkt in seiner Laufbahn: Im Heimspiel gegen den Hamburger SV steht es 5:0, als Werder einen Elfmeter bekommt. Die Fans fordern Skripnik, der trifft zum 6:0. Der höchste Werder-Sieg in der Historie des Nordderbys. (Mai 2004) © nordphoto
Nach seiner Spielerlaufbahn arbeitete sich Skripnik in der Jugendabteilung hoch. Seit 2004 war er Co-Trainer der U15 und der dritten Herren, danach Cheftrainer der U16, U18 und U23. (August 2013) © nordphoto
Plausch unter Kollegen: Auf der Weihnachtsfeier 2013 spricht Skripnik mit Robin Dutt, dessen Posten er nach einer Niederlage gegen Köln im Oktober 2014 übernimmt. © nordphoto
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Das neue Trainergespann, bestehend aus drei ehemaligen Werder-Spielern: Co-Trainer Torsten Frings, Cheftrainer Viktor Skripnik und Torwarttrainer Christian Vander. (v.l.) © nordphoto
Geglückter Einstand: In seinem ersten Spiel als Trainer der Profis feiert Skripnik einen 2:0-Pokal-Sieg gegen den Chemnitzer FC. (Oktober 2014) © nordphoto
01.11.2014, Coface Arena, Mainz, GER, 1.FBL, FSV Mainz 05 vs. SV Werder Bremen,  Abpfiffjubel R. SCHROEDER, Sportdirektor Werder Bremen und  Viktor SKRIPNIK, Trainer Werder BremenFoto © nph / H. Koerkel
Auch das Bundesliga-Debüt gelingt. Werder siegt in Mainz dank einem Di Santo-Doppelpack mit 2:1, Skripnik jubelt nach Abpfiff mit Sportdirektor Rouven Schröder. (November 2014) © nordphoto
Nach drei Siegen zum Einstand folgt die erste Ernüchterung. Ausgerechnet gegen den Hamburger SV verliert Skripnik sein erstes Spiel. Die Enttäuschung ist ihm anzusehen. (November 2014) © nordphoto
Foto © nordphoto / Kokenge
Nach neun Siegen aus 13 Spielen hoffen optimistische Werder-Fans bereits auf eine Skripnik-Ära, wie sie die Bremer Trainerlegenden Otto Rehhagel (r.) und Thomas Schaaf geprägt haben. © nordphoto
Wendepunkt in Wolfsburg. Gegen den VfL verliert Werder nach tollem Rückrundenstart 3:5, fliegt danach sogar gegen Zweitligist Bielefeld aus dem DFB-Pokal. Danach gewinnt Bremen nur noch drei der letzten elf Spiele. (März 2015) © nordphoto
Dennoch geht das Trainerteam optimistisch in die neue Saison. Hier posieren Christian Vander, Florian Kohlfeldt, Torsten Frings, Viktor Skripnik und Jörg Heineke im Trainingslager gut gelaunt vor dem Zillertaler Heimatmuseum. (Juli 2015) © nordphoto
Die Saison beginnt mit einer 0:3-Niederlage gegen Schalke 04. Viktor Skripnik weiß seine Enttäuschung nicht zu verbergen, wird von Sportchef Thomas Eichin aufgemuntert. (August 2015) © nordphoto
Foto © nordphoto / Kokenge
Im zweiten Heimspiel läuft es besser, gegen Borussia Mönchengladbach fährt Werder den ersten Dreier ein.  (August 2015) © nordphoto
Skripniks Miene spricht Bände: Fünf Niederlagen in Serie hagelte es von September bis Oktober 2015, Werder rutscht auf den Relegationsplatz ab. © nordphoto
Foto © nordphoto / Ewert
Viktor Skripnik und Thomas Eichin nach dem Unentschieden gegen Darmstadt 98. Noch hält der Sportchef zum Trainer. © nordphoto
Skripnik weiß, bei wem er sich zu bedanken hat. Claudio Pizarros Hattrick gegen Bayer 04 Leverkusen sorgte für einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Auch die Trainerdiskussion dürfte nach dem 4:1 vorerst abklingen. © nordphoto
Heimniederlage gegen den FC Augsburg im Abstiegsduell am 9. April 2016. © nordphoto

Skripnik übernahm den Club mitten in der Meisterschaft, führte ihn schnell auf Platz eins und nun zum Double - die ersten Titel für den noch jungen Verein. Skripnik hat sein Glück in Riga gefunden, möchte man glauben. Doch möglicherweise sitzt der Coach schon auf gepackten Koffern. Club-Manager Alexandrs Pronins hatte noch vor dem Triumph im Pokalfinale verraten, dass es Gespräche mit einem Verein aus der russischen Premier League um Skripnik gibt. Dabei soll es sich nach Medienberichten um den FK Ufa, aktueller Tabellen-13. in Russland, handeln. Gerüchte gibt es auch um Spartak Moskau. Skripnik selbst wollte sich dazu wie zu seinem Höhenflug in Riga auf Nachfrage nicht äußern.

Verfolgt das Spiel von Werder Bremen gegen Mainz 05 in unserem Liveticker!

Quelle: DeichStube

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