Bremer in der Rückrunde weiter unbesiegt

Wieder nicht verloren, wieder nicht gewonnen: Werder mit 1:1 in Wolfsburg

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Werder Bremen mit Milot Rashica hatte es schwer im Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Wolfsburg – Wieder nicht verloren, aber auch wieder nicht gewonnen: Werder hat sich am Sonntagabend mit 1:1 (0:0) vom VfL Wolfsburg getrennt. Max Kruse hatte der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt mit seinem Ausgleich einen Punkt gerettet (74.), Wolfsburgs Führung hatte Anthony Brooks besorgt (54.). Die Bremer sind nun seit sieben Spielen ungeschlagen, für den Traum von Europa war das Remis aber zu wenig. Der Rückstand auf den sechsten Tabellenplatz beträgt nun sechs Zähler.

Kohfeldt hatte seine Startelf im Vergleich zum Stuttgart-Spiel auf zwei Positionen verändert. Im defensiven Mittelfeld kehrte Philipp Bargfrede an seinem 30. Geburtstag zurück, Nuri Sahin musste dafür wieder auf die Bank. Und auf dem Flügel durfte dieses Mal Johannes Eggestein an Stelle von Josh Sargent beginnen. Gegen die zuletzt so formstarken Wolfsburger verteidigte Werder in einem 4-5-1-System und stand entsprechend tief.

„Das war nicht unser typischer Plan, aber ein ziemlich cleverer“, verteidigte Kohfeldt die defensive Herangehensweise. Werder wollte nicht in die bekannte Wolfsburger Falle tappen und sich herauslocken lassen. Mit der Abwehrarbeit war der Coach zufrieden, mit dem eigenen Ballbesitz lange Zeit nicht. Da wollte Werder schneller und gefährlicher nach vorne spielen. „Da waren wir zu unpräzise“, monierte Kohfeldt, betonte aber zugleich: „Ich habe unsere Analysten extra gefragt: Wir hatten am Ende neun Torchancen, Wolfsburg sechs.“ Und eines war ihm auch noch ganz wichtig: „Natürlich will ich immer den Ball haben, aber es muss sinnvoll sein.“

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Nach vorne ging in Hälfte eins fast nichts

Fest steht: Nach vorne ging bei Werder in Hälfte eins so gut wie gar nichts. Ein Kopfball von Johannes Eggestein, dem es allerdings an Genauigkeit und Wucht fehlte, war noch die beste Bremer Gelegenheit vor der Pause (45.). Werder hatte zuvor überhaupt nicht ins Spiel gefunden, was zur Folge hatte, dass sich Kapitän Max Kruse gegen Ende der ersten Hälfte frustriert seine Mitspieler vornahm. Direkt nacheinander mussten sich die Eggestein-Brüder ein paar Takte anhören.

Zwar fackelte auch Wolfsburg in Hälfte eins nicht gerade ein Feuerwerk ab, aber die wenigen Torraumszenen, die es gab, gehörten den Hausherren. Ein Treffer von Mittelstürmer Wout Weghorst wurde korrekterweise wegen Abseits nicht anerkannt (15.), später verpasste der Niederländer dann eine Hereingabe von Felix Klaus nur haarscharf (38.). Werders Torhüter Jiri Pavlenka wäre sonst wohl ohne Chance gewesen.

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Werder-Torwart Jiri Pavlenka rasselt böse mit Wolfsburgs Admir Mehmedi zusammen.

Der Tscheche durfte zu diesem Zeitpunkt übrigens froh sein, überhaupt noch auf dem Platz stehen zu können. In der elften Minute war er heftig mit Admir Mehmedi zusammengerauscht, mit den Köpfen waren beide Profis hart gegeneinandergestoßen, konnten nach einer Behandlungspause aber weitermachen. Sebastian Langkamp hatte später weniger Glück: Nach einem Zweikampf mit Weghorst fiel der bis dahin starke Innenverteidiger unglücklich auf die Schulter und musste danach verletzt vom Platz (42.).

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Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte rettete Pavlenka zunächst mit einer starken Parade gegen Klaus (52.), um wenige Augenblicke später ganz schlecht auszusehen. Nach einem Arnold-Freistoß kam der Keeper aus seinem Tor, aber nicht an den Ball, sodass John Anthony Brooks per Kopf das 1:0 für die Gastgeber besorgen konnte (54.). Knifflig: Beim Freistoß hatten gleich zwei Wolfsburger im Abseits gestanden, zwar nicht eingegriffen, Pavlenka aber möglicherweise irritiert.

Fotostrecke: Pavlenkas Crash und Kruses Ausgleich

Werder Bremen war zu Gast beim VfL Wolfsburg
Werder Bremen war zu Gast beim VfL Wolfsburg © gumzmedia
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Max Kruse erzielte das 1:1 - ein Rekord-Tor

Nach dem Rückstand riskierte Werder endlich mehr und kam plötzlich zu Chancen. Maximilian Eggestein scheiterte an Wolfsburgs Torhüter Pavao Pervan, der zur zweiten Hälfte für den Ex-Bremer Koen Casteels ins Spiel gekommen war (63.). Kurz darauf parierte der Österreicher einen zu unplatzierten Schuss von Theodor Gebre Selassie (64.). Während Wolfsburg nun auf den entscheidenden Konter lauerte, rannte Werder an, traf vor dem Tor aber zu oft die falsche Entscheidung – bis zur 74. Minute, als plötzlich alles klappte: Herrliche Flanke Maximilian Eggestein, präziser Abschluss Max Kruse – 1:1, alles wieder offen.

Werder hatte also auch im 24. Spiel der Saison ein Tor erzielt – das gab es in der Vereinsgeschichte noch nie –, wollte jetzt aber mehr, wollte das dritte Remis in Serie und das insgesamt fünfte seit Rückrundenstart vermeiden. Klar, das war nicht ungefährlich, denn auch für Wolfsburg gab es nun Räume, die Partie wog hin und her, allerdings gelang es keiner der beiden Mannschaften mehr, noch einen Treffer nachzulegen.

Quelle: DeichStube

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