„Schwer, aber nicht unmöglich“

Im Pokal zum BVB - Hammerlos oder doch gutes Omen?

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Florian Kohfeldt trifft mit Werder im Achtelfinale auf Borussia Dortmund.

Bremen/Dortmund - Die Reaktion von Florian Kohfeldt blieb zwar unfertig, war aber auch so ausdrucksstark genug. „Es gibt so Abende...“, sagte er und überließ die Vervollständigung des Satzes den umstehenden Journalisten. Die wussten natürlich, wie es weitergehen sollte. Es gibt so Abende, die einfach nichts Gutes bringen.

Am Sonntag war so ein Abend. Denn während sich Werder Bremen bei Mainz 05 durch die erste Halbzeit quälte, wurde im Fußball-Museum in Dortmund das Achtelfinale im DFB-Pokal ausgelost. Und die Bremer bekamen die momentan schwerstmögliche Aufgabe zugelost. Werder muss am 5. oder 6. Februar 2019 beim aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund antreten. „Kein schönes Los“, meinte Werder-Profi Maximilian Eggestein. „Schwer, aber nicht unmöglich“, meinte Kollege Davy Klaassen.

Aber klar: So ziemlich jede andere Paarung hätte für den Moment leichter ausgesehen, als ausgerechnet beim BVB antreten zu müssen. „Es ist eine große Hürde, es hätte leichter kommen können“, sagte Sportchef Frank Baumann, „aber trotzdem ist es ein Spiel, auf das wir uns freuen.“

2009 als gutes Omen?

Als Mutmacher mag die Erinnerung an die Saison 2008/09 dienen. Am 28. Januar 2009 – Baumann war damals noch Spieler, saß aber nur auf der Bank – mussten die Bremer ebenfalls im Achtelfinale in Dortmund antreten. Nach Toren von Hugo Almeida und Claudio Pizarro gewannen sie mit 2:1. Am Ende stand sogar der Pokalsieg, der bis dato letzte Bremer Titel. Vielleicht ist es also sogar ein gutes Omen, bei den Schwarz-Gelben ran zu müssen. Insgesamt ist die Pokal-Bilanz gegen die Borussia aber negativ: fünf Duelle, drei Dortmunder Siege und nur zwei Bremer.

Florian Kohfeldt war Sonntagabend bemüht, das Nützliche an diesem Los zu sehen. Erstens: „Die Einnahmen werden ja geteilt, das ist gegen Dortmund ja nicht das Schlechteste“, sagte er. Zweitens: Werder wird es wohl mal wieder in ein Live-Spiel des öffentlich-rechtlichen Fernsehens schaffen. Zwar ist die Auswahl der zwei Top-Spiele des Achtelfinals noch nicht getroffen, „aber wenn wir nicht dabei sind, müsste ich mich doch sehr wundern“, erklärte der Werder-Coach.

Quelle: DeichStube

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