Mehr als 50 Arztbesuche

Aldi wegen Horror-Unfall verklagt: „Kann nicht mehr richtig laufen“

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Alexander Carrié leidet noch heute. Das Foto hat er unserer Onlineredaktion zur Verfügung gestellt.

Bei einem Aldi-Besuch zog sich vor fünf Jahren ein Kunde eine Horror-Verletzung zu. Wegen der Folgen streitet er sich noch immer mit dem Discounter vor Gericht. 

Münster - Alexander Carrié leidet laut eigenen Angaben noch heute an den Verletzungen, die er sich vor fünf Jahren in einer Aldi-Filiale zuzog. Der heute 34-Jährige verletzte sich beim Weg zur Kasse schwer. 

Mit seinen Einkäufen in der Hand rutschte er aus und knallte auf den Boden. Er schrie vor Schmerzen, sodass ihm ein älterer Mann - ebenfalls ein Kunde - zu Hilfe eilte. Das Personal habe ihm erstmal nicht geholfen, klagt Carrié über die Westfälischen Nachrichten an. 

Aldi: Reinigungsmaschine als Unfallursache?

Der Grund für den Ausrutscher war seiner Meinung nach definitiv eine Reinigungsaktion der Filliale. Der Boden sei nass gewesen. Das Fatale: Kein Schild warnte vor der Rutschgefahr. Der Filialleiter hätte direkt nach dem Unfall abgestritten, dass der Boden rutschig gewesen sei. Die Rettungshelfer hingegen bestätigten Carriés Vermutung. Von einer Mitarbeiterin habe er später zudem erfahren: Die Reinigungsmaschine war defekt. Deshalb sei der Boden auch so nass gewesen.

Aldi-Kunde leidet nach Jahren noch unter Schmerzen

Nach der Einlieferung ins Krankenhaus erfuhr Carrié die bittere Wahrheit. Er hatte sich durch den Sturz einen komplizierten Spiralbruch des Schienbeins zugezogen. Auch das Wadenbein unterhalb des Knies war gebrochen. Der 34-Jährige musste sofort operiert werden.

Während der vierstündigen Operation wurde ihm eine mit zwölf Schrauben befestigte Metallschiene eingesetzt. Neun Tage musste er im Krankenhaus bleiben, ehe er entlassen wurde und ihm ein Ärztemarathon bevorstand. 

Die weitere traurige Bilanz des Sturzes nach seinen Angaben: 52 Arztbesuche, 41 Physiotherapie-Sitzungen, 24 Röntgenuntersuchungen. Sein ganzes Leben habe sich nach dem Sturz verändert. Früher war er sportlich, heute sei ihm Joggen oder Badmintonspielen nicht mehr möglich. „Ich habe bis heute starke Schmerzen, kann nicht mehr richtig laufen und auch keinen Schaltwagen mehr fahren“, bedauert Carrié gegenüber der Westfälischen Zeitung. Er könne nur noch Automatik fahren, einen geeigneten Wagen habe er mit einem Darlehen finanziert. Der Unfall habe ihm „finanziell riesige Probleme“ bereitet. 

„Finanziell riesige Probleme“ durch Sturz bei Aldi

Da der 34-Jährige keine Rechtsschutzversicherung hat, musste er die 9000 Euro Anwaltskosten aus eigener Tasche zahlen. Denn Carrié habe nur ein überschaubares Schmerzensgeld vom Discounter erhalten, für die Spätfolgen wolle Aldi nicht aufkommen. Dass der Konzern dies tun muss, hatte das Landesgericht Münster in erster Instanz entschieden.

Aldi wollte dies allerdings nicht akzeptieren und hat dagegen vor dem Oberlandesgericht Hamm Berufung eingelegt.

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Auch dieser Riegel wurde zurück gerufen: Der Verzehr kann lebensbedrohlich sein.

Der Discounter ist aber nicht nur aus ernsten Gründen in den Schlagzeilen. Auch lustige Postings auf den Social-Media-Plattformen beschäftigen Aldi.

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